Informatiker gelten als hochintelligent und eigenbrötlerisch und von der Gesellschaft isoliert. Das ist allerdings ein Vorurteil!
Im Wintersemester 2009/10 haben an der Fachhochschule Würzburg/Schweinfurt 526 Männer und 53 Frauen Informatik und Wirtschaftsinformatik studiert. Das ergibt einen Frauenanteil von 10%. Im Sommersemester waren es 8,5%. Bei den Absolventen hatten die Frauen allerdings mit 15% (bzw. 11%) aufgeholt.
Abiturientinnen antworten auf die Frage nach ihrem Berufswunsch oft, dass sie etwas mit Menschen oder Medien machen möchten. Beides können sie bei einem Informatik- oder Wirtschaftsinformatikstudium finden, denn ein solches Studium eröffnet vielfältige Tätigkeitsbereiche und ist nicht nur stures Programmieren, wie viele denken. Informatiker programmieren für Menschen, beraten Menschen, trainieren Menschen und entwickeln Prozesse mit und für Menschen.
Der Beruf ist für Frauen vor allem geeignet, weil sich die Karriere gut mit der Familie vereinbaren lässt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Telearbeit: Die heimbasierte Telearbeit, bei der man nur von zu Hause aus arbeitet, die alternierende Telearbeit, bei der man abwechselnd von zu Hause und im Unternehmen arbeitet, die mobile Telearbeit, bei der man an wechselnden Arbeitsorten tätig ist und die On-Site-Telearbeit, bei der man vor Ort beim Kunden arbeitet.
Studium Wirtschaftsinformatik:
Das Studium baut auf vier Säulen auf: Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, Informatik und Medienwirtschaft. Im Grundstudium werden zunächst Grundkenntnisse in BWL, Informatik, Wirtschaftsinformatik und Medienwirtschaft vermittelt.
Im Hauptstudium geht es dann vor allem um praktisches Wissen, etwa um Programmiersprachen oder Softwaretechnik, um das Verständnis von betrieblichen Abläufen und wirtschaftlichen Arbeiten. In den Fächern der Wirtschaftsinformatik wird das Zusammenspiel von BWL und Informatik in den Vordergrund gestellt.
Wahlmöglichkeiten:
Studierende können in betreuten Projekten und im Wahlbereich praxisbezogene Schwerpunkte setzen und so das erworbene Wissen aus Vorlesungen vertiefen und anwenden.
Der Studiengang arbeitet mit namhaften Unternehmen zusammen.
Studiendauer:
Der Studiengang ist auf eine Ausbildungsdauer von 6 Semestern angelegt und hat den Abschluss Bachelor of Science.
Im Studium ist ein Praxissemester integriert.
Beruf:
Informatiker beziehen hohe Gehälter und werden selten arbeitslos.
Sie können ihre Position ständig verbessern (durch Fortbildungen), haben in der Regel aber keine Chefposten.
Das Gehalt liegt je nach Arbeitsstelle zwischen 2.500€ und 4.000€.
Die Arbeitszeiten und -bedingungen sind je nach Anstellung unterschiedlich. Viele (Wirtschafts-) Informatiker sind selbständig und gut ausgelastet. Die Arbeitszeiten liegen durchschnittlich bei 40 Wochenstunden (8 Stunden pro Werktag). Bei Großkunden sind Flexibilität und Reisebereitschaft notwendig. Besonders wichtig ist Teamfähigkeit, da man bei der Entwicklung von Technologien häufig zusammenarbeiten muss. Da sich die Technik ständig weiterentwickelt, brauchen Informatiker häufig Fortbildungen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen